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Der Zwang zur präzisen anfänglichen Abschätzung führt zur Ausführung von “verschwenderischen” Arbeitsabläufen wie Big Requirements Up Front (BRUF), Big Design Up Front (BDUF), Change-Management-Prozess und sequentieller Software-Lebenszyklus.

Der Change-Management-Prozess ist gedacht für die Vermeidung von häufigen, auftauchenden Änderungen des Projektumfangs. Deswegen besteht ein grosses Problem darin, dass die endgültige Software alle in der Planung beschriebenen Features enthält, reflektiert aber nicht den echten Bedarf des Kunden, der sich oftmals erst durch das Testen von Entwicklungszuständen herauskristallisiert. Punkte, die zu Beginn als wichtig erschienen, werden unwichtiger und neue Ideen können für den Erfolg der Software entscheidend sein. In Festpreisprojekten gibt es keine Möglichkeiten, diese Repriorisierungen einfliessen zu lassen.

Bei Festpreisprojekten setzt sich der Software-Lebenszyklus zudem aus aufeinander folgenden Phasen zusammen. An den Planungs- und Entwurfsphasen (BRUF und BDUF) beteiligt sich der Kunde aktiv. Aber in späteren Phasen (Programmierung, Implementierung und Test) wird seine Rolle immer kleiner. Der sequentieller Lebenszyklus bietet dem Kunden wenige Kontrollpunkte und erhöht demzufolge das gesamte Risiko des Projektes.

Aus seiner langjährigen Praxiserfahrung hat Peter Stevens 10 Vertragstypen für Softwareprojekte zusammengefasst. Dazu gehört auch der Festpreisvertrag. Stevens bezeichnet die Kundenbeziehung bei Festpreisprojekten als konkurrierende Beziehung (Mein Gewinn ist Dein Verlust). Der Kunde will üblicherweise immer mehr, während der Anbieter weniger machen möchte. Offenbar wirkt diese Win-Lose-Beziehung ganz negativ auf das grosse Ganze des Projektes.

Die oben aufgeführten Risiken sind dafür verantwortlich, dass Festpreisprojekte in der Regel das Budget überziehen. Im nächsten Blogeintrag sprechen wir deshalb Möglichkeiten mit Agilen Management-Methoden an, die diese Probleme ausklammern.

 

Autor: Mr. Nhan Truong via swiss IT bridge (Quelle)

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