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Damit trägt die Studie zur kontinuierlichen Verbesserung der Investitionsbedingungen in Ungarn und stärkt damit die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Wirtschaft. Zugleich gibt der Konjunkturbericht auch jenen deutschen oder anderen ausländischen Unternehmen eine wertvolle Orientierungshilfe, die Ungarn als potentiellen Investitionsstandort und Wirtschaftspartner besser kennenlernen wollen.  

Standortfaktoren: bewährte Tugenden, alte Beschwerden  

Bei den Bestimmungsfaktoren für das allgemeine Investitionsklima im Lande hat sich die grundsätzliche Einschätzung der Vorjahre bestätigt: die Investoren geben Ungarn vor allem bei den Faktoren gute Noten, die den Arbeitsmarkt prägen. Unverändert deutliche – teilweise sogar verstärkte Kritik bekommen hingegen die von der Wirtschaftspolitik unmittelbar zu verantwortenden Bereiche.   

Einige der Veränderungen gegenüber 2009 sind als direkte Folgen der Wirtschaftskrise erklärbar. So ist z.B. der deutliche Rückgang der Zufriedenheit mit der Binnennachfrage bzw. mit den Exportmöglichkeiten in der Region eine unmittelbare Reaktion auf die erlittenen Absatzeinbußen. Umgekehrt dürfte die spürbare Entspannung bei der Verfügbarkeit von Fachkräften und bei den Arbeitskosten, aber auch die Wahrnehmung einer größeren Leistungsbereitschaft der Arbeitnehmer eindeutig auf die krisenbedingte Lage am Arbeitsmarkt zurückzuführen sein.   

Die politische Stabilität wird zwar noch immer mehrheitlich negativ beurteilt, im Vergleich zum Anfang des Jahres 2009 aber immerhin spürbar besser, was im Wesentlichen der Installierung und relativ stabilen Arbeit der Regierung Bajnai zu verdanken sein dürfte. (Bitte beachten Sie aktuelle Veränderungen nach den Wahlen 2010. Wir werden hierüber wieder berichten.)   

Besorgniserregend ist, dass gerade in den Bereichen, wo seit Jahren die größte Unzufriedenheit unter den Investoren herrscht, auch 2009 keine Verbesserungen wahrgenommen wurden – im Gegenteil: bei einigen hat sich die Einschätzung noch einmal verschlechtert. Besonders augenscheinlich ist dies im Falle der Bürokratie, des Kampfes gegen die Korruption und der Transpa- renz bei öffentlichen Ausschreibungen. Die am stärksten kritisierten Felder der Wirtschaftspolitik jedoch bleiben – trotz minimaler Verbesserungen – weiterhin das Steuersystem und die Höhe der Steuerbelastung.

 

> Download Studie (Deutsch)

Quelle: Deutsch-Ungarische Industrie- und Handelskammer (DUIHK)

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