1182581 24478158 530

Alle erzittern vor Respekt? Nein, nicht alle. Es gibt noch ein paar Unerschrockene, die Cloud Computing als ein (normales) Stück der IT-Evolution sehen. Nichts Besonderes. Nichts Außergewöhnliches. Und erst recht nichts, vor dem man sich fürchten muss. Und was soll ich sagen? Die Zahl derer vergrößert sich ständig. Diese “Helden der IT” sehen Cloud Computing als echte Sourcing-Alternative zu den bestehenden Formen, IT zu beziehen oder zu “produzieren”. Dabei fordern sie vom Cloud Computing dasselbe, was sie auch von jedem anderen IT-Sourcing fordern. Dazu zählt, dass sich Cloud Computing nahtlos in die bestehende IT integrieren lässt. Natürlich stehen auch geeignete Schnittstellen zum Monitoring und Reporting zur Verfügung. Denn nur, was ich messen kann, kann ich auch effektiv steuern.

Dann bleibt nur noch eine Frage offen: Wie kann ich nun den Tyrannosaurus Cloud zähmen und gleichzeitig seine Kraft und Stärke für mein Unternehmen nutzen? Nichts einfacher als das. Hier ist nur die Umgebung entsprechend auf die Cloud einzustimmen. Aber das kennen Sie ja schon: “Entschlacken” und Anpassen der Prozesse, so dass diese mit einer dynamischen und flexiblen IT umgehen können. Auswahl der “richtigen” Anwendung. Und natürlich muss nur noch die Organisation cloudready sein. Und schon haben Sie die Cloud für ihr Unternehmen gezähmt.

Also bietet Cloud Computing nur Herausforderungen und Zusatzarbeit für die IT-Abteilung eines Unternehmens? Mitnichten. Cloud Computing bietet für die Mitarbeiter der IT echte Chancen. Durch den Wegfall von einfachen administrativen Aufgaben und die Hinzunahme von Tätigkeiten im Bereich des (Cloud-)Service-Management entwickeln sich die IT-Mitarbeiter in Richtung Cloud-Broker. In dieser Aufgabe können Sie dann auch das Business und somit ihr Unternehmen optimal unterstützen.

Aber eine Parallele zu den alten Sauriern gibt es doch noch. Nur im richtigen “Scheinwerferlicht” oder besser gesagt mit der richtigen Sonneneinstrahlung nimmt die Cloud erst volle Fahrt auf. Wenn man sie nicht beachtet und einfach links liegen lässt, wird sie nicht groß und mächtig. Ein echter “Kaltblüter” halt. Aber das Unternehmen kann dann natürlich auch noch die Vorteile nutzen. So ist das eben. Man kann nicht alles gleichzeitig haben ;-).

Mein Fazit: Ob Cloud Computing wirklich ein Tyrannosaurus, eine (mehr oder weniger große) Echse oder nur eine Blindschleiche ist, das hängt davon ab, was man zulässt und welchen (unkontrollierten) Raum man einräumt. Richtig ins Unternehmen eingebracht und auf die Prozesse und Applikationen abgestimmt, entfaltet Cloud Computing seine volle Kraft. Diese muss nur gelenkt und kontrolliert werden, damit es nicht wie in Jurassic Park endet.

Ihr Michael Pauly

P.S.: Gute Ideen und Ansätze, wie Sie Ihren Tyrannosaurus Cloud zähmen, finden Sie auch im aktuellen Buch “Handbuch Consulting 2012″ von Lünendonk. Und das nicht nur, weil ich einen der Artikel mitgeschrieben habe ;-).

 

Über den Autor: Dr. Michael Pauly ist als Senior Consultant bei T-Systems verantwortlich für die Positionierung und Weiterentwicklung neuer dynamischer ICT-Services zu erfolgreichen vermarktbaren Lösungen sowohl für große als auch für mittelständische Geschäftskunden. Michael Pauly tritt häufig als T-Systems-Sprecher für Cloud Computing auf und publiziert regelmäßig zum Thema. Darüber hinaus bloggt er regelmäßig unter blogs.t-systems.de/cloud/.

Nach erfolgreicher Promotion im Bereich Elektro- und Informationstechnik 1998 an der RWTH Aachen arbeitete er zuerst am Fraunhofer Institut AIS in Sankt Augustin. 2000 wechselte er zum debis Systemhaus, wo er als Consultant in den Bereichen Hochverfügbarkeit, Datenhaltung und -sicherung tätig war. Seit 2005 und einem berufsbegleitendem Studium im Wirtschaftsingenieurwesen gestaltet Dr. Michael Pauly aktiv den Bereich Dynamic Services der T-Systems mit.

 

Dieser Beitrag wurde zur Verfügung gestellt von Dr. Michael Pauly, Senior Consultant bei T-Systems, Buchautor, Blogger und Sprecher zum Thema Cloud-Computing.

SHARE