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Bis zu diesem Zeitraum will die Gruppe in allen Geschäftsfeldern mindestens drittstärkster Anbieter am Markt werden, und dabei mit den Gesellschaften Sourcag, Comit und Workplace Services jeweils an der Spitze stehen. Der Umsatz für 2010 dürfte derweil das Vorjahr (841 Mio CHF) übertreffen.

Die Outsourcing-Dienstleister selbst spüren Kostendruck durch die weitere Verlagerung von Prozessen ins Ausland (Near- und Offshoring). Swisscom IT Services setzt weiterhin auf die Leistungserbringung in der Schweiz, etwa bei Sicherheits- und Compliancefragen.

Allerdings denkt die Gesellschaft auch über Offshoring nach. “Dort wo es Sinn macht, der Kunde keine Nachteile hat und es keine Risiken gibt”, wie CEO Fregonas betont. Ansatzpunkte gäbe es bei der Softwareentwicklung, beim Engineering oder beim Testing, wie es heisst. Eine endgültige Entscheidung sei indes noch nicht getroffen. Ein geringer Teil der Aktivitäten wird bereits heute im Ausland durch Partner erbracht, dazu zählt die indische Polaris.

Mit dem Zukauf der Sourcag zeigte sich der Chef von Swisscom IT Services zufrieden, auch wenn bisher noch kein signifikanter Abschluss erzielt worden sei. Künftig sieht die Swisscom-Tochter Bedarf für weiteres externes Wachstum. “Wir sind nicht abgeneigt, Konkurrenten zu kaufen”, so Fregonas. In Italien soll die Präsenz stärker werden, weil viele Grosskunden der Swisscom-Tochter Fastweb auch nach IT-Dienstleistungen fragen.

Mit dem Start von Cloud Services in grösserem Umfang im ersten Quartal 2011 will sich das Unternehmen weiter profilieren. Dabei können Kunden Teile ihrer IT-Infrastruktur auszulagern und Rechenleistung, Speicherplatz und Software als Service über das Internet beziehen. Dieses Angebot werde komplett aus der Schweiz betrieben, hiess es.

Banken dürften künftig mehr Outsourcing-Dienstleistungen nachfragen, erwartet das Management. Dabei gibt es verschiedene Szenarien, welche Teile der Back-Office-Prozesse und des IT-Systems ausgelagert werden könnten. Auch ein direkter Wechsel von einer alten Plattform oder Eigenentwicklung hin zum Outsourcing sei realistisch, erklärte Unternehmensberater François Jeannet bei dem Medienanlass.

Gemäss einer Studie der Beratungsgesellschaft “mas” setzen die zunehmende Regulierung und die Forderung nach mehr Transparenz in der Bankenbranche vor allem mittlere und kleine Institute unter Druck. Die Verantwortlichen von Swisscom IT Services sehen indes ein zunehmendes Interesse bei Privatbanken. Vor allem Töchter ausländischer Banken zeigen sich demnach für Outsourcing-Lösungen offen, während am Finanzplatz Genf noch Zurückhaltung herrscht.

cc/ra (Quelle: AWP) (via)

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