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CIO/IT-Leiter, Finanzvorstand und Einkaufsleitung 

Konsolidierungsprojekte sind in erster Linie getrieben vom Ziel, die Kosten zu senken, ohne dabei jedoch bei der Service-Qualität Einbußen hinnehmen zu müssen. Zudem bieten diese Ansätze das Potential, den Einkauf von IT-Leistungen besser zu strukturieren. Somit sollten in einem Konsolidierungsprojekt alle verantwortlichen Personen involviert sein. Dazu zählen der CIO/IT-Leiter, der Finanzvorstand (CFO) sowie idealerweise auch der Leiter des Einkaufs. Firmen, die eine Konsolidierung anstreben, sollten daher ihr Vorhaben mit der eigenen IT-Strategie sowie dem hauseigenen IT-Sourcing abstimmen. 

IT-Strategie 

Bevor sich Kostenvorteile realisieren lassen, müssen sich Unternehmen überlegen, auf welche Weise und wie umfangreich die Dienstleisterkonsolidierung erfolgen soll. An erster Stelle steht die Frage der IT-Strategie:

– Ist die Konsolidierung nur die Vorstufe für ein mittelfristig angepeiltes Komplett-Outsourcing?
 – Sollen Aufgaben wie Anwendungsbetrieb, -betreuung, -entwicklung weitgehend standardisiert und somit industrialisiert werden?
 – Welche Rolle übernimmt die interne IT-Mannschaft nach der Konsolidierung?
 – Geht die Konsolidierung der Dienstleister einher mit einer IT-Standardisierung, um später Anwendungen abzulösen und auf wenige strategische Softwarepakete zu migrieren?
 – Welche Applikationen sind strategisch und sollen weiterentwickelt werden, welche sollen nur noch gewartet werden?
 – Welche Rolle sollen die Partnerunternehmen spielen: Nur Betreiber oder zusätzlich strategischer Entwicklungspartner, der auch Prozess-Know-how einbringt? 

IT-Beschaffung/IT-Sourcing 

Ferner muss geklärt sein, welche Verbesserungen in Sachen IT-Beschaffung beziehungsweise IT- Sourcing im Rahmen der Konsolidierung möglich sind. 

Wurden IT-Leistungen bisher dezentral, etwa auf Ebene der Niederlassungen, eingekauft, könnten Firmen dazu übergehen, künftig dafür eine zentrale Stelle einzurichten. Dies ergibt unter anderem dann Sinn, falls die Konsolidierungsstrategie vorsieht, sämtliche Services künftig nur noch über einen oder wenige Partner global zu beziehen. 

Allgemein lässt sich im Einkauf viel Geld sparen, indem Firmen Prozesskosten (Auswahl, Ausschreibung, Bestellung und Abrechnung) senken. Ferner können Unternehmen die Beschaffungskosten drücken, indem sie ihre Einkaufsvolumina bündeln und Rahmenverträge mit einigen wenigen Dienstleistern aushandeln, statt den Bedarf bei einer Fülle von Zulieferern zu decken. Auf diese Weise wird das Bestellwesen transparenter und damit besser steuerbar. Ähnliches gilt für den Einkauf von IT-Dienstleistungen: Leistungen von wenigen Serviceanbietern zu beziehen ist effizienter und auch günstiger als den Bedarf auf viele zu verteilen. Erschwerend kommt bei IT-Services hinzu, dass es sich nicht um Katalogware handelt.

 

Lesen Sie mehr im 6.Teil der Serie: “Konsolidierungsansätze”

Teil 1 – Kostentransparenz in der IT gefordert

Teil 2 – Marktsituation für IT-Dienstleistungen in der Anwendendungsentwicklung und -Betreuung

Teil 3 – Motivation für Dienstleisterkonsolidierung

Teil 4 – Konsolidierung der Dienstleister oder Mehrdienstleisterstrategie

> Teil 5 – Strategische Überlegungen

Teil 6 – Konsolidierungsansätze

 

Quelle: Studie: IT Vendor Consolidation im Bereich Anwendungsentwicklung und -betreuung – Potentiale, Vorteile und Grenzen, Pierre Audoin Consultants (PAC) GmbH im Auftrag von Accenture GmbH (Download), Artikel editiert von Outsourcing Journal (stf)

  

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