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ssc_definition2Shared Services – Vorteile


• Standardisierung von Prozessen und Systemen
• Steigerung des Automatisierungsgrades
• Produktivitätssteigerung
• Reduktion von Back-Office und Infrastrukturkosten
• Verbesserung der Kontrollen
• Verbesserung der Service Levels
• Effiziente Integration neu akquirierterUnternehmen(seinheiten)
• Effektive Struktur unter Steueraspekten
• Customer Excellence im Unternehmen
• Interner Markt 

 

Shared Services – Begriffsabgrenzung

Obwohl in Bezug auf bestimmte Elemente eine Deckungsgleichheit festzustellen ist, können Shared Services nicht mit den Begriffen „Zentralisierung“, „Reengineering“ oder „Outsourcing“ gleichgesetzt werden.

Was sind Shared Services
• Eine interne Support-Organisation mit dem Fokus auf Kundenzufriedenheit, Effizienz und kontinuierlicher Verbesserung
• Gruppierungen und Aggregationen gleicher Prozesse und Systeme mit dem Ziel einer Servicequalitätsverbesserung
• Ein dynamischer interner Marktplatz für Services
• Ein neugestalteter Business-Prozess, der Wertschöpfung und Measurement betont

Was sind Shared Services nicht

• physische Zentralisierung von Prozessen operierend unter einem Konzernmandat 
• Alleinige Kostenreduktionsmaßnahme mittels Konsolidierung von Prozessen
• Ein interner Vorstoß um alle Nicht-Kernkompetenzen auszulagern
• Ein Prozess der rein funktionalen Neuausrichtung
• Reengineering bestehender Support-Prozesse ohne Berücksichtigung übergeordneter Geschäftsprozesse

Shared Services vs Zentralisierung, Reengineering, Outsourcing

Shared Services – Unter Shared Services versteht man die Konzentration von Dienstleistungen in einer selbständigen, jedoch im Konzern verbleibenden Organisationseinheit, die diese Dienstleistungen für alle anderen Einheiten des Konzernverbundes erbringt. Dadurch werden diese Leistungen nicht mehr an jedem einzelnen Standort ausgeführt, sondern übergreifend vom Shared Service Center abgewickelt. Die einzelnen Standorte können sich somit auf ihr Kerngeschäft konzentrieren, während das Shared Service Center die Verantwortung für Qualität, Zeit und Kosten der Dienstleistungen übernimmt. Durch die Errichtung von Shared Service Center verfolgen die Unternehmen folgende strategische Ziele: Kostensenkung und Qualitätssteigerung, Fokussierung auf die jeweiligen Kernkompetenzen und unternehmensweite Standardisierung und Harmonisierung

Zentralisierung – Bei der Zentralisierung kommt es zu einer Konsolidierung von Ressourcen oder Infrastruktur in eine zentralisierte Struktur, die alle unternehmensweiten Kunden gemeinsam nutzen oder sich teilen. Durch diesen Umstand alleine kann jedoch noch nicht von einem Shared Service Center gesprochen werden. Hierbei gibt es zwei wesentliche Merkmalsunterschiede: Zum einen ist ein Shared Service Center eine wirtschaftlich selbständige Einheit und verhandelt seine Leistungen und Verrechnungspreise mit den belieferten Einheiten. Hingegen erhält eine Zentraleinheit ein Budget, welches sie während des Planungsprozesses vereinbart und durch Umlagen finanziert. Zum anderen stehen durch die Kundenorientierung in einem SSC die Dienstleistungen und dessen Ergebnisse für den Klienten im Vordergrund. Durch eine reine Zentralisierung können zwar die Kosten deutlich gesenkt werden. Eine Qualitätssteigerung und eine wettbewerbsfähige Leistungserbringung sind allein dadurch, ganz im Gegenteil zu einem Shared Service Center, in der Regel jedoch nicht möglich.

Reengineering – Reengineering kann vereinfacht gesagt, als die durchgängige Änderung von Produktions- und Geschäftsprozessen des Unternehmens verstanden werden, welche oftmals in eine völlige Neugestaltung der wesentlichen Unternehmensprozesse mündet, um Kosten, Qualität, Service und Zeit zu optimieren. Prozessoptimierung im Sinne von Reengineering kann also als notwendiger Schritt im Rahmen der Implementierung eines Shared Service Center angesehen werden.

Outsourcing – Unter Outsourcing wird grundsätzlich die Übertragung von Serviceaufgaben an externe Dritte verstanden. Eine örtliche Veränderung der Leistungserstellung kann, muss aber in diesem Zusammenhang nicht unbedingt der Fall sein. Shared Services werden hingegen intern von einem dem Unternehmen zugehörigen Shared Service Center erbracht. Je nachdem, ob das SSC die Supportfunktion in einer anderen Region, jedoch im gleichen Land, in einem anderen Land, jedoch auf dem gleichen Kontinent oder auf einem anderen Kontinent erbringt, spricht man in diesem Zusammenhang zusätzlich von Onshoring, Nearshoring oder Offshoring.

 

sharedservices_logo_125Autoren: Herr Mag. Christian Wagner und Herr Tobias Wiener / Deloitte Österreich für das Shared Service Council des Deutschen Outsourcing Verbandes
Das Shared Services Council des Deutschen Outsourcing Verbandes ist der Netzwerk-, Kommunikations-, und Wissensknoten für Shared Service Interessierte in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Wird über Shared Services gesprochen, spricht man automatisch von uns. >> Zum Shared Service Council