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Cloud Computing und BI sind die wichtigsten Themen

Rasche Innovationsschritte bei der Nutzung der Informationstechnik zwingen die IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen nicht nur zu schritthaltenden Wissensinvestitionen, sondern verlangen auch die richtige Auswahl von Technologien und Themen, da selbst für große Unternehmen eine gleich intensive Betätigung auf allen Technologiefeldern kaum möglich ist.

Die Bewertung von 16 aktuellen Marktthemen erfolgte von den 62 Studienteilnehmern anhand einer Skala (-2 = „gar keine Bedeutung” bis +2 = „sehr große Bedeutung”). Der bisherige Favorit aus der Studie von 2010, der Themenkomplex „BI/Knowledge Management/Data-Warehouse/-Mining” (1,15), ist von dem neu aufgenommenen Thema „Cloud Computing” (1,29) auf Platz zwei verdrängt worden. Das Themenfeld „Cloud Computing” bewerten die mittleren und kleineren Anbieter niedriger (1,20) als die Top 10, die  zehn umsatzstärksten Unternehmen (1,88). Auch „BI/Knowledge Management/Data- Warehouse/-Mining” wird von den Top 10 (1,75) höher eingestuft als von den übrigen IT-Beratungsunternehmen (1,06).

Dahinter folgen die Themen „Security” (1,07), „Mobile (M-Business, VPN, Remote Access)” (0,95), „Software as a Service (SaaS)” (0,90), „Customer Relationship Management (CRM)” (0,81), „Service-orientierte Architekturen (SOA)” (0,78) und „Social Networking” (0,78), ein ebenfalls neu aufgenommenes Thema.

IT-Verantwortliche bleiben wichtigste Entscheider über IT-Beratungseinsatz

Die Dezentralisierung der informationstechnischen Infrastruktur in den Unternehmen einerseits und die bereichsübergreifende Nutzung der Informationen und Systeme andererseits haben in der Vergangenheit die jahrelang vorherrschenden Entscheidungsstrukturen in den Kundenunternehmen verändert. Wer entscheidet also in den Kundenunternehmen über den Einsatz von IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen? Lünendonk stellte diese Frage auch 2011 den Anbieterunternehmen. Dabei sollten diese anhand von fünf möglichen Entscheidungsinstanzen sagen, welche Instanz „immer” (+2), „häufig” (+1), „weder-noch” (0), „selten” (-1) oder „nie” (-2) an den Entscheidungen beteiligt ist.

Am häufigsten ist immer noch der „Leiter IT” (Mittelwert: 1,22) an der Entscheidung beteiligt. 35,6 Prozent aller Befragten sagen „immer”, 50,8 Prozent „häufig”. Der „Chief Information Officer (CIO)” wird nach Auskunft aller Befragten nicht so oft (Mittelwert: 1,08) eingeschaltet. 32,2 Prozent gaben „immer” und 52,5 Prozent „häufig” an.

Die betroffene „Fachabteilung” im Kundenunternehmen spielt bei den Entscheidungen eine beachtliche Rolle (Mittelwert: 0,93). Laut 29,8 Prozent aller Befragten ist sie „immer”, nach 45,6 Prozent „häufig” am Entscheidungsprozess beteiligt. Der Vorstand beziehungsweise die Geschäftsführung sind inzwischen nach Auskunft der Befragten auch häufiger in den Entscheidungsprozess über den Einsatz von IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen eingebunden. Der Mittelwert aller Antworten ergibt 0,51. Zwar sagen nur 15,3 Prozent „immer”, aber 40,7 Prozent „häufig”. Nach Ansicht von 20,3 Prozent sind „Vorstand, Geschäftsführung” „selten” an den Entscheidungen beteiligt.

Über die Beteiligung des Einkaufs an den Entscheidungen über den Einsatz von IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen herrscht noch ziemlich wenig Klarheit. 32,2 Prozent aller Befragten wissen es offensichtlich nicht („weder noch”), 47,5 Prozent sagen „immer” oder „häufig”, allerdings meinen auch 20,3 Prozent „selten” oder „nie”. Der Mittelwert von 0,29 bringt diese Ambivalenz zum Ausdruck.

Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass zumindest bei größeren und wichtigen Aufträgen für externe Berater und Dienstleister in der Regel ein Gremium für die Auswahl und Entscheidung zuständig ist, das heißt, es liegt eine Buying-Center-Lösung vor.

Die detaillierte Lünendonk®-Studie 2011 „Führende IT-Beratungs- und IT-Service-Unternehmen in Deutschland – mit Sonderkapitel zu Business Innovation/Transformation Partnern (BITP)” beleuchtet auf 381 Seiten die Kennzahlen und Trends des IT-Beratungs- und Dienstleistungsmarktes 2010, 2011 und Folgejahre. Sie ist zum Preis von 2.250,- Euro (pdf-Datei, zuzüglich MwSt., inklusive Versand) bei der Lünendonk GmbH zu beziehen.

Die Lünendonk®-Studien und Publikationen gehören als Teil des Leistungsportfolios der Lünendonk GmbH zum „Strategic Data Research” (SDR). In Verbindung mit den Leistungen in den Portfolio-Elementen „Strategic Roadmap Requirements” (SRR) und „Strategic Transformation Services” (STS) ist Lünendonk in der Lage, ihre Beratungskunden von der Entwicklung der strategischen Fragen über die Gewinnung und Analyse der erforderlichen Informationen bis hin zur Aktivierung der Ergebnisse im operativen Tagesgeschäft zu unterstützen.

 

Das Unternehmen – Die Lünendonk GmbH, Gesellschaft für Information und Kommunikation (Kaufbeuren), untersucht und berät europaweit Unternehmen aus der Informationstechnik-, Beratungs- und Dienstleistungs-Branche. Mit dem Konzept Kompetenz3 bietet Lünendonk unabhängige Marktforschung, Marktanalyse und Marktberatung aus einer Hand. Der Geschäftsbereich Marktanalysen betreut die seit 1983 als Marktbarometer geltenden „Lünendonk®-Listen und -Studien” sowie das gesamte Marktbeobachtungsprogramm.

Weitere Informationen
Lünendonk GmbH – Gesellschaft für Information und Kommunikation
Mario Zillmann, Senior Consultant
Telefon: 0 83 41 – 9 66 36 – 0
E-Mail: zillmann@luenendonk.de

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