Poland_financial_center_300

 

Positive Entwicklung der letzten Jahre

Sowohl polnische als auch ausländische Unternehmer beobachten in Polen eine ständige Verbesserung der Bedingungen, die für die Wahl des günstigsten Standortes einer BPO-Firma entscheidend sind. Sehr positiv werden die Veränderungen vor allem in folgenden zwei Bereichen beurteilt:

1. Image der Städte und Zugänglichkeit der modernen Büroflächen. Viele Büroflächen sind schnell verfügbar, was die Aufnahme der wirtschaftlichen Tätigkeit bedeutend beschleunigt. Auch wer seine Investitionen erst plant, kann weiterhin günstige Mietbedingungen der Räume in gerade entstehenden Objekten in Anspruch nehmen.

2. Stärkeres Engagement der polnischen Regierung bei der Verbesserung der Bedingungen für ausländische Unternehmer in Polen. Eingeführt wurde ein staatliches Programm für die Anlockung von Investoren in Form von staatlichen Zuwendungen und EU-Fördermitteln, speziellen Wirtschaftszonen, sowie Änderungen im Wirtschaftsrecht (z.B. „Pakiet na rzecz przedsiębiorczości”, dt. Paket für die Unterstützung des Unternehmertums).

 

Ausbildung und Verfügbarkeit von Arbeitskräften

Ein wichtiger Faktor für die Attraktivität von Investitionen und die Standortwahl im Dienstleistungssektor ist die Anzahl und die Qualität der verfügbaren Arbeitskräfte. Bei den polnischen Service-Providern beträgt die Quote der Mitarbeiter mit Hochschulabschluss 90% (Studie des ABSL, 2010). Polen zeichnet sich weiterhin insbesondere durch eine Verteilung der Bildungszentren innerhalb des Landes sowie einen hohen Bildungsstandard aus.

In Polen studieren fast zwei Millionen Studenten, in zur Zeit 10 großen Universitätszentren, mit 130 staatlichen und 315 nichtstaatlichen Hochschulen. Darüber hinaus gibt es 78 Einrichtungen der Polnischen Akademie der Wissenschaften sowie etwa 200 selbständige Forschungseinrichtungen. (Stand 2008). Dabei sind die Hochschulen von Anweisungen des Staates bezüglich ihrer Bildungsangebote seit 1990 weitgehend unabhängig. 2010 gab es darüber hinaus weitere Reformen des Hochschulsystems, um Bildungsstandards noch besser an die Anforderungen der Industrie anzupassen.

Der polnische Magister entspricht dem deutschen Diplom, jedoch nicht exakt dem deutschen Magister obwohl der Name identisch ist. Vergleichbar ist der Abschluss hinsichtlich der Studienstruktur eher mit dem deutschen Diplom- oder Masterstudium, da auch im polnischen Magister- oder Masterstudium meistens eine Fachrichtung präferiert wird.

Die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2010 bei 12,3 % (1,794 Mio. Menschen im erwerbsfähigen Alter). Das monatliche Durchschnittseinkommen betrug 2010 3.224,98 Złoty (ca. 800 EUR), was einer Einkommenssteigerung um fast 2 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

 

Politische und Wirtschaftliche Situation

Für den Erfolg und Sicherheit der ausländischen Investitionen in Polen sind insbesondere auch die stabile politische und wirtschaftliche Lage des Landes entscheidend.

Die Innenpolitik war in den 1990er Jahren von einem, sich dynamisch verändernden Parteienwesen geprägt. Mittlerweile haben sich feste Parteistrukturen aus den zerfallenden politischen Kräften der Solidarność-Bewegung und der postkommunistischen Partei herausgebildet.

Das Augenmerk der Innenpolitik fokussiert hauptsächlich auf den Reformen, die das Land im internationalen Wettbewerb konkurrenzfähig machen und erhalten sollen.

Die Wirtschaft Polens steht weltweit, gemessen am Bruttoinlandsprodukt im Jahre 2010 in Höhe von $ 468,5 Mrd., an 20. Stelle und hat damit im vergangenen Jahr die Volkswirtschaft Belgiens von diesem Platz verdrängt. Zugleich ist Polen damit die zehntgrößte Volkswirtschaft Europas (inkl. RUS und Türkei).

Laut dem Bericht der AHK Polen (Deutsch-Polnische Industrie- und Handelskammer) vom Mai 2011 ist Polen attraktivster Investitionsraum für deutsche Firmen in Mitteleuropa, noch vor der Slowakei und Tschechen. Im Vergleich zum letzen Jahr hat sich eben die politische Stabilität Polens am meisten verbessert. Höher hat man nur die EU-Mitgliedschaft bewertet. Als besonders günstig werden die bereits erwähnte Qualifikation der Arbeitskräfte, die hohe Arbeitsmotivation und Produktivität, sowie die Verfügbarkeit und Qualität der Dienstleister eingeschätzt.

Nicht zuletzt die zentrale Lage Polens und die räumliche und kulturelle Nähe zu den Märkten in Westeuropa machen Polen zu einem attraktiven Standort für die Outsourcing-Industrie.

 

Weitere Informationen zum Thema:

> Konjunkturbericht der IHK zu Mittel- und Osteuropa

> Steuern im internationalen Vergleich

> SSC und BPO Sektor in Polen – Eine umfassende Studie des ABSL

 

Quellen: Wikipedia, AHK Polen

 

Lesen Sie im nächsten Beitrag: “Die polnische Workforce”


ceriCentrum Rozliczen i Informacji CERI Sp. z o.o.
BRE Bank Group
Piotrkowska Str. 22, 95-070 Aleksandrow Lodzki
phone + 48 42 270 49 00, fax +48 42 270 49 03
  
Mr. Tomasz Krolik – Business Development Department
mobile +48 662 161 458, tomasz.krolik@ceri.pl
 
  
SHARE