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Stolpersteine und Risiken

Die Vorteile von agilen Methoden wie Srum können laut BSI jedoch auch gleichzeitig die Nachteile sein. Kurze, direkte Kommunikationswege und Vertrauen sind die Grundvoraussetzungen für agile Methoden. Aus diesem Grund würden agile Methoden in verteilten Teams oder gar über verschiedene Kulturen hinweg nur selten zum Erfolg führen. Schliesslich sei schon die Kommunikation zwischen Deutschland und der Schweiz schwierig, teilweise sogar auch innerhalb der Schweiz. Vor allem bei der Entwicklung von komplexer Software spielen menschliche Beziehung eine grosse Rolle. Schliesslich sei Softwareentwicklung eine Dienstleistung und keine (industrielle) Produktion.

Offshoring 1.0…

Unter Offshoring 1.0 verstehen wir die Ausarbeitung einer Spezifikation bis ins Detail, die Ausschreibung, die sich an ausländische Anbieter richtet, sowie die die Entwicklung der Software auf Basis des Codes, so dass der Kunde nach mehreren Monaten etwas erhält. Die Anforderungen sind bis dahin eventuell veraltet oder Punkte aus der Spezifikation wurden falsch verstanden. Im schlimmsten Fall kann der Kunde das Produkt dann wegen einer nicht spezifizierten oder falsch umgesetzten Grundfunktion nicht verkaufen, was sich eben erst bei den Feldtests herausstell. All diese Punkte hätten jedoch in der Entwicklung durch eine klare Kommunikation und kurze Iterationen auffallen und durch eine agile Entwicklungsmethode schneller und erstmals ohne Mehrkosten behoben werden können.

…und Offshoring 2.0…

Um einen solchen Ärger für den Kunden zu vermeiden setzt unter anderem die swiss IT bridge auf Offshoring 2.0: Distributed Scrum. Durch eine nahe und direkte Kommunikation mit dem Kunden und täglichen Daily Scrums (nur eben über Tools, wie Skype) können die effektiven Elemente von Scrum genauso eingesetzt werden, als würde dieses Projektmanagement-Framework lokal im selben Unternehmen eingesetzt werden. Auch der Scrum-Coach Hans-Peter Korn, der zu Beginn skeptisch war, ob Scrum in verteilten Teams funktionieren könnte, hat ein Team, das in Deutschland und der Schweiz verteilt arbeitete, in Scrum geschult. Er berichtete von diesen Erfahrungen bei mehreren Scrum-Breakfasts.
Wichtig ist dabei, dass die Zeitverschiebung in einem vertretbaren Rahmen ist (zum Beispiel 5 Stunden) und dass sowohl auf Kunden-, als aber auch auf Anbieterseite der Wille und das Engagement da ist, diese direkte, verbindliche und auch offene Kommunkation mit Daily Scrums durchzuführen. Durch diese und weitere Aktivitäten, wie zum Beispiel wöchentliche Status-Meetings und Stundenrapporte erhält der Kunde kompromisslose Transparenz in der Software-Entwicklung. Dies wird noch dadurch verstärkt, dass der Kunde auf die Tools und seinen Code zu jeder Zeit zugreifen kann. Damit weiss der Kunde zu jeder Zeit, wo die Entwickler stehen und was welcher Entwickler wann macht.

…und Offshoring 2.1?

Ein weiterer kritischer Punkt, den BSI anspricht, sind die sprachlichen und kulturellen Unterschiede. Aus diesem Grund bietet es sich als ein Upgrade des Distributed Scrum an, das Projekt Controlling der Software-Entwicklung durch einen Ansprechpartner zu machen, der aus demselben Kulturkreis kommt wie der Kunde selbst. Das gibt dem Kunden die Möglichkeit, auch kritische Punkte direkt und ohne Komplikationen ansprechen zu können, ohne die Angst haben zu müssen, dass der Ansprechpartner aus kulturellen Gründen das Gesicht verliert.
Das Projekt Controlling bedeutet dabei nicht, dass der Ansprechpartner die technische Leitung über das Projekt hat, sondern dass er organisatorisch den Projektfortschritt und die Qualität überwacht und Anpassungen am Prozess oder am Team vornimmt – voll abgestimmt auf die Bedürfnisse des Kunden. Zur Vermeidung von kulturellen Barrieren oder zum Ausräumen der Missverständnisse gibt es zudem unsere Tipps, wie eine Zusammenarbeit ohne Probleme laufen kann.Welche Erfahrungen haben Sie mit Offshoring gemacht und was halten Sie von der Vorgehensweise von Offshoring 2.1?

 

Author: Christoph Kruppa, Marcom Manager, swiss IT bridge

swiss IT bridge ist offizieller Knowledgepartner des Outsourcing Journals für das Thema Offshore-Development.

Mit einem Team von exklusiven Software-Entwicklern von swiss IT bridge erhalten Sie die Möglichkeit Ihre IT-Bedürfnisse effizient und flexibel zu erfüllen. Sie können dabei mit unseren Entwicklern über die Distanz genauso zusammenarbeiten, wie mit Ihren eigenen Entwicklern vor Ort. Damit erhalten Sie immer die von Ihnen geforderte Qualität zu kompetitiven Preisen.

 

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