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Neben dem Sourcing von Geschäftsprozessen (BPO: Business Process Outsourcing) ist hierbei das Sourcing von IT-Services einer der gängigsten Ansätze. Hier befinden sich die Versicherer durchaus in einer fortgeschrittenen Position. Bereits in den 80er und 90er Jahren lagerten viele Versicherungen ihre IT-Abteilungen in separate Servicegesellschaften aus, die aber weiterhin an das Mutterunternehmen gebunden blieben. Heute geht die Entwicklung weiter zu einem Sourcing an externe Dienstleister, ohne Verflechtung mit dem eigenen Unternehmen. 

Hier gibt es aber durchaus Unterschiede, welche Bereiche der IT ausgelagert werden. Die Spannweite reicht von einzelnen Anwendungen und Services, über die Auslagerung von ganzen IT-Bereichen, bis zur kompletten Auslagerung der IT an einen oder mehrere externe Dienstleister. Unterstützt wird diese Vielfalt durch positive externe Faktoren: 

Wachsende Anzahl und Kompetenz von Dienstleistern – Immer mehr externe Dienstleister bieten Sourcing von IT-Services an. Neben den globalen Playern wie z.B. IBM, CSC, HP und Cap Gemini bieten auch viele kleinere, lokale Dienstleister Sourcingpakete an. Hinzu kommen Unternehmen aus Fernost wie z.B. TCS (Tata Consulting Services) und  WIPRO, die mit wachsendem Erfolg den Markt  erschließen. Basierend auf der Erfahrung dieser Unternehmen auch in komplexen Organisationen wie Versicherungen, steigt auch die Kompetenz.  

Neue Technologien – Insbesondere im Softwareumfeld sind Ansätze/Technologien wie Cloud Computing, Software As A Service (SAAS) dabei den Markt zu durchdringen. Dies vereinfacht das Auslagern entsprechender Prozesse, da diese als „Managed Service“ auf dem Markt verfügbar sind.  

Standards – Standards für Prozesse und Technologien durchdringen mehr und mehr die Versicherungswelt. Auch die externen Dienstleister sind auf diese Standards eingestellt. Dies erleichtert in vielen Fällen die Übergabe von Services und technischer Infrastruktur an den Dienstleister. 

Welche Optionen haben aber Versicherungen beim Sourcing von IT im Detail? Grundsätzlich handelt es sich um dieselben Modelle, die auch für andere Branchen üblich sind. Die gängigen Bereiche für ein Outsourcing von IT-Dienstleistungen sind: 

  • Anwendungsentwicklung 
  • Telefonie und Netzwerk 
  • Rechenzentrum 
  • Desktop Services 

Innerhalb dieser Bereiche gibt es aber Möglichkeiten der Abstufung der „Fertigungstiefe“ und entsprechend der Auslagerung an externe Dienstleister. Abbildung 1 gibt einen beispielhaften Überblick über die einzelnen Sourcingbereiche und Optionen bezüglich der Auslagerungstiefe. Es ist weiterhin möglich, Bereiche oder Teilbereiche an unterschiedliche Dienstleister auszulagern. Hier stellt sich die Frage der Abwägung zwischen Synergien und der Gefahr von Abhängigkeit.  

Grundsätzlich kann man sagen, dass die Optionen für Versicherer nicht besser oder schlechter sind, als für andere Branchen. Interessant wird es, wenn man einen Blick auf die speziellen Anforderungen der Versicherungswirtschaft wirft, Hier zeigen sich deutliche Abgrenzungen zu anderen Branchen, wie im Folgenden beschrieben wird.

 

Lesen Sie im nächsten Teil: Versicherungsspezifische Herausforderungen

Synthesion_125Autor – Synthesion unterstützt Unternehmen der Versicherungswirtschaft bei der erfolgreichen Umsetzung von Sourcing-Projekten. Die Kompetenz erstreckt sich dabei über den gesamten Verlauf von Sourcingvorhaben – von der Strategie, über die Umsetzung bis hin zu Betrieb und Kontrolle. Zu den Erfahrungen und vordefinierten Modellen zählen insbesondere: Strategie, Potentialermittlung, Anbieterauswahl/Ausschreibung, Transition und Transformation Planung und Durch- führung, Vertragsmanagement, Supplier Management, Account Management, Benchmarking. Synthesion ist offizieller Knowledge Partner des Outsourcing Journals

Ansprechpartner: Thorsten Vogel (Kontakt), Synthesion Unternehmensberatung GmbH, Josef-Schappe-Str. 21, 40882 Ratingen Tel. 02102/1289-150, Fax 02102/1289-155, www.synthesion.de


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