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Moderne IT ist Rückgrat für neue Geschäftsfelder

Dass OEM auch Finanzdienstleistungen anbieten, darf inzwischen als eine Selbstverständlichkeit gelten. Doch während dieser Schritt eher zur Erweiterung der Marketing- und Vertriebsaktivitäten gemacht wurde, sind die sich stetig intensivierenden Aktivitäten anderer Branchen im Mobilitätssektor als ein wesentlich umfassenderer Ansatz zu verstehen. Beispielsweise die Elektromobilität: Hier müssen sich neben OEM etwa auch Hersteller von Batterien oder Energiedienstleister beteiligen. Aber auch der Aufbau einer geeigneten Infrastruktur stellt eine Reihe von Branchen vor neue Herausforderungen. „IT bildet dabei die Basis für einen Branchencluster, aus dem ein eigenes Eco-System entstehen wird“, führt Mario Zillmann, Senior Consultant bei der Lünendonk GmbH, aus. „Vier Themen spielen bei dieser Entwicklung eine herausragende Rolle.“

Zunächst ist der Trend zur befristeten Mobilität zu nennen. Statt des Besitzes eines eigenen Fahrzeugs, das über lange Zeitabschnitte hinweg ungenutzt bleibt, erfreuen sich Angebote wie Carsharing oder „Pay-as-you-go“ steigender Beliebtheit. Diese ergänzen klassische Mobilitätskonzepte wie die öffentlichen Verkehrsmittel. Voraussetzung für eine reibungslose Nutzung sind jedoch neue Buchungs-, Abrechnungs- und Bezahlsysteme, damit sich der Nutzer bequem für ein Mobilitätsangebot entscheiden kann, ohne zuvor etwa ein Ticket kaufen zu müssen. Die Einrichtung solcher Systeme wiederum erfordert eine Kooperation und Koordination der verschiedenen Anbieter und Angebote. Komplettiert werden diese erweiterten Mobilitätsdienstleistungen durch Softwareapplikationen, Telekommunikationslösungen und eine Internet-Infrastruktur. Ergänzende Services sind etwa im Bereich des Einzelhandels oder bei Übernachtungsmöglichkeiten denkbar. Zusammenfassend lässt sich sagen: Vielen Branchen eröffnen diese modernen Mobilitätskonzepte eine Vielfalt neuer Verdienstmöglichkeiten.

 

Unersetzlicher Mehrwert durch externe Dienstleister

„IT-Dienstleister sind heute strategische Partner der Automobilindustrie und ihrer Zulieferer und bereits sehr eng in die Wertschöpfungsprozesse eingebunden – sowohl bei der Entwicklung der Kraftfahrzeuge als auch bei der Gestaltung der Geschäfts- und IT-Prozesse,“ so Mario Zillmann. Zum einen wirken die Dienstleister mit ihren Beratungsaktivitäten beziehungsweise IT- und Engineering-Lösungen in der Regel in den Produkten des Auftraggebers. Diese Produkte werden dann an den Endkunden – oft als Teilprodukt zusammen mit dem Gesamtprodukt – weiterverkauft. Ein Beispiel hierfür ist die Konzeption von Embedded-Systems mit der dazugehörigen Software.

Zum anderen arbeiten die Dienstleister mit ihren Aktivitäten vor allem an den Prozessen und Arbeitsabläufen der Unternehmen. Dies kann den Betrieb und die Weiterentwicklung der IT-Infrastruktur sowie der IT-Applikationen bedeuten, aber auch IT-Beratungs- und Systemintegrationsleistungen wie Entwicklung und Implementierung von Individualsoftware. 

Verstärkt wird die Nachfrage nach solchen Dienstleistungen unter anderem durch den Fachkräftemangel, der die Automobilindustrie bereits heute in ihren Möglichkeiten beschränkt. Auch der IT-Sektor findet nicht genug passend qualifiziertes Personal. Der Blick auf die allgemeine demografische Entwicklung zeigt: Eine Entspannung der Situation in naher Zukunft ist ohne nachhaltige Bildungskonzepte wenig wahrscheinlich. 

 

Bei der Ausarbeitung des Branchendossiers „IT-Dienstleistungen für eine veränderte Automobilindustrie“ kooperierte die Lünendonk GmbH mit der Fachpublikation „automotiveIT“ sowie mit den Beratungs- und IT-Dienstleistungsunternehmen BearingPoint, Cirquent und Tata Consultancy Services. Die Reihe „Branchendossier“ der Lünendonk GmbH behandelt in regelmäßigen Abständen wichtige Branchenthemen anhand einer systematischen Einführung, die von konkreten Case Studies führender Beratungsunternehmen ergänzt werden. 

Weitere Informationen und kostenloser Download unter www.luenendonk.de

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