insourcing_logistik_miebach

Das Gros der Ende 2011 befragten Studienteilnehmer hält Logistik-Outsourcing für erfolgreich, die Motive für eine Auslagerung haben sich jedoch verändert. Im Vergleich zur Studie von 2009 steht bei den Verladern statt Kostenreduzierung die Vermeidung von Investitionen an erster Stelle (83%). Zudem verdoppelte sich das Outsourcing-Motiv ‚Nutzung von Synergieeffekten’, die über den Dienstleister generiert werden sollen.

Das Outsourcing-Potenzial für klassische Logistikbereiche nimmt aus Sicht der Befragten ab, insgesamt bleiben Buy-Entscheidungen jedoch „in”. Die Hälfte der befragten Verlader plant sogar weitere Logistikfunktionen auszulagern. Der Fokus liegt auf Kommissionierung (22%) und Lagerung (23%).

Gleichzeitig nimmt das Insourcing als Gegentrend zum Outsourcing weiter zu: In den letzten Jahren entschieden sich mehr als ein Viertel der befragten verladenden Unternehmen dafür, Teile ihrer Logistik in das Unternehmen zurückzuholen. Immer mehr Verlader (wieder-) entdecken Logistik als eigene Kernkompetenz und wollen Qualitätsmängel sowie die Abhängigkeit von Dienstleistern verringern.
Ein möglicher Konfliktpunkt zwischen Verladern und Dienstleistern entsteht durch Qualitätsunterschiede in den Ausschreibungsunterlagen. Während Verlader ihr ausgeschriebenes Leistungsverzeichnis hinreichend detailliert finden (80%), halten ein Drittel der Dienstleister die Angaben für unzureichend, um eine Angebotskalkulation sowie den späteren Betrieb bestmöglich durchzuführen.
Der vollständige Studienbericht inklusive abgeleiteter Handlungsempfehlungen kann bei Studienbetreuer Ralf Hoffmann (E-Mail) angefordert werden. (Source)

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