innovation_in_outsourcing

Die aktuelle Studie schließt an eine Untersuchung der Warwick Business School des Jahres 2011 an, bei der die Führungskräfte der größten europäischen Unternehmen befragt wurden. Hier zeigte sich, dass mehr als zwei Drittel der Entscheider nicht in der Lage waren, den in Kooperationen mit Partnern erreichten ROI zu messen. Dies, obwohl eine Mehrheit der Ansicht war, dass Innovationen sich auf den finanziellen Erfolg ihres Unternehmens direkt auswirken . Da 64 Prozent der Befragten – 250 CIOs and CFOs – angaben, ihre Outsourcing-Aufwendungen derzeit zu erhöhen, ist eine Methode gefragt, mit der inkrementelle sowie fundamentale Innovationen gemessen und gemanagt werden können.

Corné Mulders, Chief Information Officer (CIO) bei ABN AMRO, erläutert: „Outsourcing ist eine strategische Bereicherung. Bietet ein externer Partner Spezialwissen und innovative Lösungen, ist es kosteneffizienter, diese Expertise zu nutzen, als sie im Unternehmen selbst aufzubauen. Mit Outsourcing erreicht man den Zugriff auf aktuellstes Wissen, Flexibilität in der Beschaffung, schnellere Arbeitsergebnisse und, vor allem, Innovationen. Von diesen Vorteilen haben wir in den letzten Jahren beispielsweise im Mobile Banking profitiert, insbesondere bei Integrationsprozessen und in der Produktentwicklung.”

Sanjiv Gossain, SVP und Head of UK and Ireland Operations bei Cognizant, erklärt: „Verteilte, virtualisierte Geschäftsprozesse und moderne Technologien wie Cloud- und Mobile Computing stellen neue Anforderungen an Unternehmen. Die Entscheider prüfen genau, welche Aufgaben geschäfts- und erfolgskritisch sind und welche Aktivitäten sie an einen anderen Ort oder Dienstleister auslagern können. Man sucht heute gezielt nach Partnern, die nicht nur umfangreiches Geschäfts-, Branchen-, Methoden- und Technologiewissen bieten, sondern auch helfen, Innovationspotenziale zu erschließen. Outsourcing schafft die Grundlage für strukturierte, methodenbasierte Innovationen.”

Die von der Warwick Business School entwickelte Innovationsleiter umfasst sechs Stufen:

• Stufe eins: eine Innovationsstrategie festlegen
• Stufe zwei: Messinstrumente entwickeln
• Stufe drei: die Innovationskompetenz des Anbieters bewerten
• Stufe vier: eine Innovationsvereinbarung treffen
• Stufe fünf: Beziehungen aufbauen
• Stufe sechs: die Innovationen messen

Ilan Oshri, Associate Fellow der WBS: „Die Unternehmen und auch die Outsourcing-Anbieter stehen vor einer großen Herausforderung: Sie müssen Innovationen messen und nachweisen können. Die Strategie, Innovationen durch Outsourcing zu erreichen, hat sich noch nicht auf breiter Front etabliert. Umso wichtiger sind konkrete, greifbare Ergebnisse und klar definierte Prozesse zur Realisierung von Innovationen – Ergebnisse und Prozesse, von denen alle Beteiligten profitieren. Diese Studie und das dabei beschriebene Vorgehensmodell zeigen auf, wie globale Unternehmen mit ihren Outsourcing-Partnerschaften Innovationen erreichen und den erzielten ROI messen können.”

 

Anmerkung der Redaktion:

Die Studie selbst scheint derzeit noch nicht zum Download verfügbar zu sein. Es ist jedoch möglich sich für die Studie mit dem Titel „Innovation in Outsourcing: A Study on Client Expectations and Commitment” unter www.valueofinnovation.com zu registrieren.

 

 

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