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Des Deutschen Planung ist des Inders‘ Flexibilität!

Während deutsche Projekte durch akribische Planung und die Analyse aller, auch nur im Entferntesten denkbarer Probleme charakterisiert sind, sehen indische Unternehmen eine Problemanalyse nicht zwangsläufig als Teil der Projektplanung. Getreu dem Motto „Verschwende nicht Deine Zeit mit der Suche nach Hindernissen, vielleicht ist keines da.“ (Franz Kafka) zerbrechen sie sich erst dann den Kopf über ein Problem, wenn dieses auch tatsächlich eingetreten ist. Die durch das Unterlassen einer Analyse von theoretischen Problemen gesparte Zeit und Energie investieren sie in andere Aufgaben. 

Deutsche Strukturiertheit vs. indische Kreativität!

Deutsche begegnen Schwierigkeiten problemorientiert. Dabei werden Fragen gestellt wie: Woher kommt was Problem? Wie konnte es dazu kommen? Und vor allem: Wer ist schuld? Inder hingegen sind eher lösungsorientiert. Sie konzentrieren sich auf ihr Ziel und die ihnen zur Erreichung dessen zur Verfügung stehenden Ressourcen! Mit einer schier grenzenlosen Kreativität finden sie Lösungswege, die dem eher problemorientierten Deutschen vielleicht zu abwegig oder gar unmöglich erschienen.

Geschäftige Sachlichkeit oder persönliche Geschäfte?

In Deutschland ist es normal zwischen Geschäftlichem & Privatem zu trennen. Der Abschluss eines Geschäfts wird zumeist allein auf sachliche Kriterien gestützt. Anders in Indien, wo die Beziehungsebene mindestens genauso wichtig ist wie die sachliche Ebene. Hier wird sich ein (potenzieller) Geschäftspartner immer zunächst nach der Familie erkundigen oder über Themen aus Sport und Weltpolitik diskutieren wollen, bevor er „zur Sache“ kommt. Auch zwischen Geschäftspartnern soll die Chemie schließlich stimmen.

Deutsche mögen Spielraum – Inder klare Ansagen!

Deutsche Mitarbeiter lieben es in ihrer Arbeit einen gewissen Spielraum zu haben und erwarten daher keine Schritt-für-Schritt Anleitung zur Durchführung von Projekten. In der indischen Kultur hingegen spielt Hierarchie eine übergeordnete Rolle. Entsprechend erwarten indische Mitarbeiter in der Regel klare Anweisungen von ihrem Vorgesetzten. Sie sind dankbar dafür, dass er ihnen Anregungen gibt, den Zeitplan und Projektverlauf überwacht und klare Aufträge erteilt. Es ist offensichtlich, dass ein gewissenhafter Projektleiter hier der Schlüssel zum Erfolg ist.

Mit der Betrachtung der größten Unterschiede zwischen beiden Kulturen, wird deutlich, dass Geschäfte zwischen deutschen und indischen Unternehmen zur beiderseitigen Zufriedenheit verlaufen können. Alles was notwendig ist um eine lukrative und für beide Seiten vorteilhafte Geschäftsbeziehung aufzubauen, sind eine offene Haltung, ein Bewusstsein für die kulturellen Unterschiede und die Bereitschaft dem anderen auch kulturell ein Stück entgegen zu kommen.

 

Autorin: Jennifer Kiefer, Business Manager Germany, Suyati 

Kontakt: jkiefer@suyati.com – Web: http://www.suyati.com/German

Suyati_Logo3Suyati schließt sich mit kleinen und mittelständischen Software-/Technologie Unternehmen zusammen und hilft ihnen dabei, ihre Produktentwicklung durch das einzigartige Konzept der Global Dedicated Teams (DGT) zu optimieren. Während die Reduzierung der Kosten und Steigerung der Produktivität in jedem Outsourcing-Modell zu finden sind, bietet das DGT-Modell ergänzend die Möglichkeit das wirtschaftliche Risiko zu teilen und stellt darüber hinaus sicher, dass Sie die volle Kontrolle über die Aktivitäten Ihres Teams haben. Suyati wird von einem Team erfahrener Experten geleitet und hat Büros, Partner und Klienten in Indien, Europa und den Vereinigten Staaten.

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